Die Stadt Genf hat einen Ideenwettbewerb für die Gestaltung der Genfer Bucht lanciert. Ein Prestigevorhaben mit internationaler Jury, einer Viertelmillion Franken Preissumme, eigener Homepage (larade.ch) und forcierter Öffentlichkeitsarbeit. «Eine Traumaufgabe für jeden ambitionierten Landschaftsarchitekten», schreibt BSLA-Geschäftsführer Peter Wullschleger. Nur: Zum Wettbewerb sind lediglich Architekten zugelassen. Der Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen (BSLA) will diesen Affront nicht auf sich sitzen lassen. Es handles sich bei diesem Wettbewerb um eine Freiraumaufgabe und die Nicht-Zulassung der Landschaftsarchitekten stelle juristisch ein unzulässige willkürliche Marktbeschränkung dar, argumentiert der Verband, der beim Auslober interveniert und unter Rekursandrohung die gleichberechtigte Zulassung der Landschaftsarchitekten verlang hat. Es kam ein Kompromiss zustande. Die Stadt Genf sicherte zu, die Programmkorrektur im Rahmen der Frageantwortung bis am 9. Dezember 2016 vorzunehmen, d.h. die Frage nach der Zulassung von Landschaftsarchitekten zum Wettbewerb mit «ja» zu beantworten.
Titelbild Programm Ideenwettbewerb «Aménagement de la rade de la ville de Genève.
Ideenwettbewerb Genfer Bucht: BSLA übt scharfe Kritik
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