Er ist relativ klein, knorrig, mehrstämmig und vor allem unauffällig – und zumeist am Feldrain oder in Hecken zu finden. Es sei an der Zeit, dass diese eher seltene «Nebenbaumart» mehr beachtet werde, teilt die Baum-des-Jahres-Stiftung mit. Denn auch in der Stadt könne der robuste, kleinwüchsige Feld-Ahorn seine Stärken voll ausspielen, insbesondere im Hinblick auf die schon heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels. Der Feld-Ahorn bleibt mit 15 bis 20 Metern Höhe relativ klein und eignet sich daher auch für enge Strassen und Gärten. Vor allem aber zeichnet ihn seine Robustheit aus: Er ist salz-, immissions- und ozontolerant. Zudem verträgt er Bodenverdichtung, Hitze, intensive Sonnenstrahlung und hat eine hohe Trockenheits- und auch Überflutungstoleranz (vier bis sechs Wochen). All diese Eigenschaften machen den Feld-Ahorn zu einem interessanten Kandidaten für die Pflanzung an städtischen Problemstandorten.
Die kleinen Blätter sind langgestielt und schön gelappt, wobei die meist fünf Lappen abgerundet sind. Ein Highlight ist ihre goldgelbe Herbstfärbung. Die Früchte bilden die ahorntypischen Doppel-Flügelnüsschen. Bestäubt wird der Feld-Ahorn durch Bienen, Hummeln und Fliegen, die man an warm-sonnigen Frühlingstagen rund um die Kronen schwirren sieht. Für die Vögel, die gerne die Feld-Ahorn-Früchte fressen, ist diese Baumart ein wichtiger Lebensraum, ebenso wie für viele Insekten und Pilze. wab
Der Feld-Ahorn besticht mit attraktiver goldgelber Herbstfärbung. Bild: zvg.
Feld-Ahorn ist Baum des Jahres 2015
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