LED-Lampe mit Wasserkühlung

LED-Lampe mit Wasserkühlung von Lemnis Lighting.

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Es werde Licht

Ob Pflanzenbelichtungsanlagen in einem Produktionsbetrieb installiert werden, ist immer das Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Analyse. Viele Unternehmen bedienen sich inzwischen der neuen LED-Technik.

Auf der Nutzenseite stehen beim Belichten eine höhere Qualität der Kulturen, ein höherer Ertrag je Fläche und kürzere Kulturzeiten. Hinzu kommt die bessere zeitliche Steuerung der Kultur auf den gewünschten Vermarktungszeitpunkt hin, was optimale Absetzbarkeit oder einen höheren Preis ermöglicht. Ebenfalls vorteilhaft sind die vereinfachte Produktionsplanung und die effizientere Nutzung der Betriebsanlagen.Auf der anderen Seite stehen die Kosten, die eine Belichtungsanlage verursacht. Neben den Anschaffungskosten sind dies besonders jene der benötigten Energie. Strom ist in den letzten Jahren erheblich teurer geworden und so ist es nicht verwunderlich, wenn nach Alternativen gesucht wird. Sehr kontrovers wird in dem Zusammenhang über das Thema «LED» diskutiert. Tatsache ist, dass sich die LED-Technik im Lampenbereich durchsetzt und einen immer grösseren Anteil einnimmt. Einige LED besitzen bereits eine relativ hohe Lichtausbeute von 50 bis 100 Lumen je Watt (im Vergleich: Glühbirnen bringen nur 10 bis 15 lm/W). Die Lichtausbeute heutiger Hochleistungs-LED liegt somit im Bereich der Leuchtstofflampen und ist auch bedeutend höher als bei den Halogenlampen. Sie ist allerdings immer noch niedriger als bei den heute üblicherweise im Gartenbau verwendeten Natriumdampf-Hochdrucklampen mit 100 bis 200 lm/W.

Vorteile der neuen LED-Technik

Mit bis zu 100000 Betriebsstunden ist die Lebensdauer der Leuchtdioden extrem lange, dies in Kombination mit einem geringeren Stromverbrauch. Die Dioden werden mit Niedrigspannung betrieben, geben keine Hitze ab und sind daher anwender- und pflanzenfreundlich. Pflanzenlicht aus LED lässt sich somit nahe an die Kulturen führen. Das ist vor allem bei empfindlichen Pflanzen wie in der Jungpflanzenanzucht oder der In-vitro-Kultur von Vorteil. LED sind unempfindlich gegenüber Erschütterungen und besitzen keinen Hohlkörper, der implodieren kann. Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer der Dioden allerdings drastisch. Sie lassen sich aber beliebig oft schalten, ohne dass sie Schaden nehmen. Damit wäre die exakte Anpassung an den Bedarf der Pflanzen möglich, was den Energiebedarf nochmals senken würde. Versuche haben gezeigt, dass Assimilationslicht mit LED grundsätzlich möglich ist. Inzwischen arbeiten nicht nur Forschungsinstitute an dem Thema. Der Lichtexperte Lemnis Lighting (NL-Almere) hat bereits Anlagen im Betrieb Koppert Cress (NL-Monster) und im Tomatenbetrieb Red Star Trading (NL-Tinte) installiert. Verwendet wurden dort leistungsfähige Agrow-LED, die ein für die Pflanzen vollständig nutzbares PAR-Licht liefern.Als Hauptproblem der LED wird die Temperaturempfindlichkeit angesehen. Für eine höhere Lichtausbeute (als Assimilationslicht) muss auch die Stromzufuhr erhöht werden. LED strahlen zwar im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln weit weniger Wärme ab, heizen sich aber im Bauteil und in der Elektronik auf. Lemnis Lighting hat daher in seinen Lampen eine Wasserkühlung installiert. Damit die Wärme nicht verloren geht, lässt sich das System über einen Wärmetauscher mit dem Heizkreislauf der Gewächshausanlage koppeln.

Ersatz alter Glühbirnen

Mit der Leuchte Lemnis Oreon Retrofit ist eine Leuchtdiode mit einem E-27- Schraubsockel erhältlich. Damit lassen sich alte Glühbirnen für die photoperiodische Pflanzenbelichtung austauschen, was nach Angaben des Unternehmens die Leistungsaufnahme bei gleicher Lichtausbeute von 100 auf 12 Watt reduziert. Das ist vor allem für Betriebe interessant, die nicht nur Strom sparen, sondern auch alte Installationen weiterhin nutzen wollen. Von Nachteil ist, dass leistungsfähige und qualitativ gute LED­­­­­­­ noch ganz schön teuer sind. Der Markt bietet zwar inzwischen viele Billigprodukte, vor allem aus Fernost – die verfügen aber über eine kurze Lebensdauer.

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Sa., 20. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr: Zukunft Schwammstadt: Neue Strategien und Konzepte für einen klimaresilienten Siedlungsraum. 
Sa., 20. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr: Keynote-Referat und Diskussionsrunde zum Thema «Sozialräumliche Aspekte in der Landschaftsarchitektur». 
Sa., 20. Januar, 15.30 bis 16.30 Uhr: Kühlung durch Grün – Fachvortrag von Sebastian Mühlemann (Experte für urbane Begrünungen) und Stefan Jack (Dozent an der BFH).
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