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Positive Ergebnisse zeigen sich in Quartierparks wie Pfingstweid, wo die gepflanzten Bäume gut angewachsen sind und mit der Zeit immer mehr Schatten spenden. Bild: Grün Stadt Zürich

Luftaufnahme Quartierpark Pfingstweid. Bild: Grün Stadt Zürich

Bei öffentlichen Projekten sollen mehr Bäume gepflanzt werden und mit grösseren Wurzelräumen bessere Bedingungen geschaffen werden. Bild: Grün Stadt Zürich

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Abnahme der Baumkronenflächen – Grün Stadt Zürich ergreift Massnahmen

Die Messungen der Baumkronenflächen in der Stadt Zürich lassen auf einen markanten Rückgang des Baumbestandes schliessen. Als Ursachen werden die rege Bautätigkeit und Naturereignisse geltend gemacht. An der Jahresmedienkonferenz stellte Grün Stadt Zürich die eingeleiteten Massnahmen zur Förderung des Baumbestandes vor. Höchste Priorität hat dabei die Fachplanung Stadtbäume, damit das Ziel von 25 Prozent Kronenfläche im Siedlungsgebiet bis 2050 erreicht werden kann.

Die Flächen der Baumkronen in der Stadt Zürich werden alle vier Jahre durch Messflüge mittels Laserabtastung der Oberfläche errechnet und die Daten anschliessend mit den Vorperioden verglichen. Die Abnahme der Kronenfläche im Siedlungsgebiet beläuft sich im Zeitraum von 2018 bis 2022 auf 94 ha, was einer Fläche von rund 90 Fussballfeldern entspricht. Wie Grün Stadt Zürich anhand ihrer Baumanalysen ermittelte, ist der Verlust an Bäumen auf Privatgrund höher als auf öffentlichem Grund. Bei kleineren Grundstücken würden die erforderlichen Grenzabstände oft keine Nachpflanzung erlauben. Am Beispiel der Baumanalyse Schwamedingen wird aufgezeigt, dass zwischen 2006 und 2019 fast jeder fünfte grosse Baum verschwunden ist, bedingt durch Bauaktivitäten, ungünstige Standorte sowie aufgrund des Pflegeaufwandes. Natürliche Ereignisse wie starker Schneefall oder Sturm im Jahr 2021 haben die Situation zusätzlich verschärft.

Aktuell beläuft sich die Baumkronenfläche im Siedlungsgebiet der Stadt Zürich auf 15 %. Um das ambitionierte Ziel von 25 % Kronenfläche bis 2050 zu erreichen, sind verschiedene Massnahmen geplant. Sie reichen von Fördermöglichkeiten für Private über eine Erweiterung des Baumschutzes im Siedlungsgebiet bis hin zu Anpassungen von Baunormen. Bei öffentlichen Projekten sollen zusätzliche Bäume gepflanzt und über die Ersatzpflanzungen hinaus sind 1800 Neupflanzungen geplant. Auch die Zahl der Alleebäume soll sich erhöhen und der Baumschutz auf Baustellen verbessert werden. Bei städtischen Projekten wird der Wurzelraum auf 35 m3 ausgedehnt und werden die Wurzelräume im Untergrund verbunden. Verwiesen wird weiter auf das neu entwickelte Baumsubstrat, das auch unter befestigten Flächen Wurzelraum ermöglichen soll.   

 

 

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