Die Lorzenebene im Kanton Zug wurde zur «Landschaft des Jahres 2026» gewält. Bild: Keystone/Gaëtan Bally

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Zuger Lorzenebene als «Landschaft des Jahres 2026» ausgezeichnet

Die Lorzenebene im Kanton Zug wurde als «Landschaft des Jahres 2026» ausgezeichnet. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz würdigt damit die vorausschauende Raum- und Landschaftsplanung, dank der die Lorzenebene nicht überbaut, sondern mitten in der boomenden Stadtlandschaft als grüne Lunge erhalten wurde.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) hat die Lorzenebene im Kanton Zug als «Landschaft des Jahres 2026» ausgezeichnet. Wie die Stiftung mitteilt, sind die Gründe dafür zahlreich. U.a. weise die Lorzenebene als grüne Lunge der Stadtlandschaft Zug hohe räumliche und landschaftliche Qualitäten auf und lasse sich vielfältig nutzen. Sie sei somit für die Zugerinnen und Zuger identitätsstiftend. Auch hätten die Planungspartnerinnen und -partner einen grosszügigen Freiraum vor der Bebauung bewahrt und die Koexistenz von Erholung, Biodiversität und Landwirtschaft ermöglicht. Dabei seien wichtige Entscheide umsichtig politisch verankert worden. Kanton, Gemeinden und Landeigentümer hätten dabei eng zusammengearbeitet und ihr Leitbild kooperativ umgesetzt.

Das Leitbild, das 2012 verabschiedet wurde, sieht etwa vor, dass die Koexistenz von Landwirtschaft, Erholung und Natur die Lorzenebene auch in 30 Jahren noch prägen wird und dass keine neuen Verkehrsinfrastrukturen die Lorzenebene zerschneiden. Sie soll als Raum für den Fuss-, den Velo- und den landwirtschaftlichen Verkehr erhalten bleiben. Wichtige Inhalte aus dem Leitbild habe der Kantonsrat im kantonalen Richtplan aufgenommen und damit einen politischen Konsens geschaffen: Die Lorzenebene habe im Richtplan eine eigene Signatur und ein Massnahmenblatt erhalten, in dem die politischen Aufträge konkret beschrieben sind.

Mehr als 10 Jahre nach der Verabschiedung des Leitbilds seien wichtige Massnahmen umgesetzt. So habe etwa der Campingplatz mit rund 100 Parkplätzen am Seeufer einem einem vielfältig nutzbaren und naturnahen Gelände weichen müssen. Inzwischen sei auch die alte Lorze abschnittsweise renaturiert worden und für den neuen Fussweg entlang ihres Ufers erhielt der Kanton Zug 2018 den Prix Rando. «Mit der inneren Verdichtung der Dörfer und Städte gewinnen die siedlungsnahen Freiräume an Bedeutung. Die Lorzenebene ist ein modellhaftes Beispiel, wie diese Landschaften – auch in Regionen mit wachsender Bevölkerung – gesichert und qualitätsvoll weiterentwickelt werden können», so die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Die Preisverleihung findet am 13. Juni im Brüggli am Zugersee statt.

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