Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) konnte dank grosszügiger Beiträge von Gönnerinnen und Gönnern sowie des Gemeinnützigen Fonds des Kantons Zürich vergangenes Jahr 878 000 Franken für Landschaftsprojekte sprechen. Wie die Stiftung informiert, konnte sie so u.a. den Regionalen Naturpark Chasseral und die Gemeinde Val-de-Ruz bei der Förderung ihres Baumbestandes unterstützen, sich mit dem Burgenverein Untervaz für die Sanierung von Trockenmauern am Calanda einsetzen oder den Patriziati del Gambarogno bei der Sanierung der alten Mühle in Indemini finanziell unter die Arme greifen.
Im Naturpark Chasseral im Kanton Neuenburg beispielsweise gehen die Aufwertungsarbeiten in die zweite Phase, wie der SL-FP mitteilt. Neben der Verjüngung des Baumbestandes, insbesondere der Alleen und Obstgärten, seien auch Restaurierungsarbeiten an Trockenmauern, Brunnen sowie an Wegen geplant. In Untervaz in Graubünden soll die freistehende Grenzmauer zwischen der Hintern Alp der Gemeinde Untervaz (Vazer Alp) und der Alp Calanda der Gemeinde Mastrils (Mastrilser Alp) saniert werden. Als monumentales Bauwerk aus dem Jahr 1889 verläuft sie auf einer Länge von 2200 m und überwindet fast 600 Höhenmeter. Eine Trockensteinmauer in dieser Länge sei einmalig und ein kulturlandschaftliches Erbe von grösstem Wert, so die Stiftung.
Mit ihrer Beteiligung an konkrete Projekte vor Ort ermögliche es die SL-FP, besondere Kulturlandschaften zu erhalten, zu pflegen und aufzuwerten sowie die naturnahe Bewirtschaftung und die Biodiversität zu fördern. Neben grösseren und kleineren Projekten in den Kantonen Tessin, Graubünden, Uri, Neuenburg, Bern, Jura, St. Gallen und Waadt erhielten laut der Stiftung auch Ausstellungen, Publikationen und Bildungsaktivitäten mit Landschaftsbezug einen Unterstützungsbeitrag.