Drei Jahre lang haben 13 Gemeinden aus der Schweiz, Deutschland und Österreich im Wettbewerb «Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün» erprobt, wie sich Siedlungsräume klimaangepasster und biodiverser gestalten lassen. Aus der Schweiz waren Arbon und Romanshorn dabei. Romanshorn erreichte mit 141 Punkten gemeinsam mit Friedrichshafen den dritten Platz.
Gefragt waren konkrete Lösungen für Klimaanpassung, Klimaschutz und Biodiversität. Gleichzeitig setzte der Wettbewerb auf den Austausch zwischen den Gemeinden sowie auf die Zusammenarbeit von Behörden und Bevölkerung. Für die Bewertung galt ein eigens entwickelter Kriterienkatalog mit den drei Bereichen Soziales, Klimawandelanpassung und Biodiversität. Bei der Klimaanpassung spielten unter anderem Boden, Wasser und Luft eine Rolle. Wie die Gemeinden diese Themen umsetzten, konnten sie selbst entscheiden.
Entsprechend unterschiedlich waren die Lösungen. «Ob Schwammstadt, Grünwände oder klimafitte Stadtwälder – es wird viel experimentiert und es werden neue Wege gegangen», sagte Stephan Brenneisen von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) an der Abschlussveranstaltung. Die ZHAW begleitete die Gemeinden zusammen mit dem Beratungsunternehmen pulswerk fachlich durch den Wettbewerb. Dieser ist Teil des Interreg-Projekts «Zukunftsgrün», das Lösungen für Siedlungsräume entwickelt und vermittelt, die Klimaschutz, Biodiversität und Klimaanpassung verbinden.
Eine zweite Spielrunde ist bereits angekündigt. Unter dem Motto «Spiel – Satz – Grün!» sollen 20 Städte, Gemeinden und kommunale Gemeinschaften mit Workshops, Exkursionen, Wissensangeboten und Austauschmöglichkeiten unterstützt werden. Finanziert wird das Projekt unter anderem über das Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein und die kantonale Förderung der Schweiz.