Übersicht der baulichen Massnahmen im Kerngebiet. Bild: Stadtgrün Winterthur

Visualisierung Fussgängersteg mit Beobachtungsplattformen.Stadtgrün Winterthur

Stadtgrün Winterthur schafft grosses Biodiversitätsgebiet

Rund um das Totentäli entsteht im kommenden Jahr das grösste zusammenhängende Fördergebiet für Biodiversität in Winterthur. Rund 45 Hektaren Wald werden als Waldreservat ihrer natürlichen Entwicklung überlassen und neun Hektaren Wiese mit speziellen Zielsetzungen zur Artenförderung gepflegt. An die Massnahmen gekoppelt ist ein Klimaschutzprojekt zur Speicherung von CO2, für das auch Zertifikate verkauft werden.

Das Totentäli bei Wülflingen mit seiner grossen Feuchtwiese und den Amphibienweihern befindet sich im Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung. Es ist umgeben vom Waldreservat Schuppentännli. An den Südhängen angrenzend an das Waldreservat befinden sich lichte Wälder. Diese Gebiete, die sich vom Weihertal im Dättnau über Hoh-Wülflingen, das Totentäli und Alt-Wülfingen bis zum Schlosstal erstrecken, werden  zum «Biodiversitätsgebiet Totentäli» verknüpft.  
Die Kosten für Projektierung und Umsetzung sind auf 300 000 Franken veranschlagt. Die Massnahmen können u.a. dank des «Paul Kaspar Späni-Schätti Naturschutzfonds» umgesetzt werden. Unterstützt wird das Projekt zusätzlich mit kantonalen Mitteln. Mit dem Kanton wird dazu ein 50 Jahre gültiger Waldreservatsvertrag abgeschlossen, in dem die Stadt auf die Nutzung des Holzes verzichtet und zusichert, die lichten Wälder speziell zu pflegen.

Im geplanten Naturwaldreservat wird durch den Nutzungsverzicht CO2 aus der Atmosphäre entzogen und langfristig in der Biomasse gespeichert. Für die nächsten 50 Jahre entspricht dies rund 10 000 Tonnen CO2. Stadtgrün Winterthur lässt diese CO2-Speicherung im Rahmen eines Pilotprojekts zertifizieren. Die CO2-Zertifkitate können am Markt für freiwillige Kompensationsmassnahmen verkauft werden und haben aktuell einen Wert von rund 350 000 Franken.

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