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dergartenbau - Heft Nr. 25/2017
Dienstag, 12. Dezember 2017

Zu Recht «sehr stolz»: 33 haben die höchste Hürde genommen

Gruppenbild der erfolgreichen Absolventen der Höheren Fachprüfungen 2017 (Gärtnermeisterprüfung), anlässlich der festlichen Diplomfeier vom letzten Samstag.
 
Erfolgreiche Absolventen der Höheren Fachprüfung 2017

Andreas Augsburger, Zürich ZH

Daniel Benz, Adlikon ZH

Curdin Buri, Walenstadt SG

Mathieu Fischer, Genève GE

Patrick Fux, , Oberrieden ZH

Adrian Gerber, Rüti b. Riggisberg BE

Marcel Hebler, Emmenbrücke LU

Alexandra Kladis, Jona SG

Stefan Koch, Zwillikon ZH

Marc Kuster, Buochs NW

Alexander Lanz, Thun BE

Nicola Leimer, Bern BE

Nico Lipski, Rorbas ZH

Stefan Morgenthaler, Hasle b. Burg-dorf BE

Christof Mosberger, Zürich ZH

Thomas Müller, Steinmaur ZH

Patrick Nützi, Niederglatt SG

Patrick Nyffenegger, Thun BE

Florian Rijsberman, Wildberg ZH

Fabian Rösch, Oberkirch LU

Roberto Roten, Ried-Brig VS

Roth Patrick, Bowil BE

Fabian Schmid, Walenstadt SG

Matthias Schultheiss, Schinznach-

Bad AG

Roger Schuppli, Bauma ZH

Christof Schweizer, Brittnau AG

Adrian Thomet, Läufelfingen BL

Dominic von Gunten, Grosshöch-stetten BE

Silvan Waldner, Fehraltorf ZH

Rinaldo Walser, Wallisellen ZH

Marc Christian Walther, Lyss BE

Stefan Wittwer, Rüfenacht BE

Jonas Zimmermann, Wittwil AG

Bewertung: 
Krönender Abschluss eines äusserst anspruchsvollen Bildungsganges ist die Gärtnermeisterprüfung. Dieser letzten grossen Herausforderung in Sachen Weiterbildung haben sich in diesem Jahr 33 Personen erfolgreich gestellt. Am letzten Samstag wurde ihnen in Solothurn in feierlichem Rahmen die verdienten Diplome überreicht. Die Grüne Branche darf sich über 32 neue Gärtnermeister und eine neue Gärtnermeisterin freuen.

 

Angeregte Gespräche, aufgeräumte Stimmung – im Jura-Saal des Hotel-Restaurants Roter Turm in Solothurn gab es Grund zum Feiern. «Sie gehören nun wirklich zur Elite», unterstrich Olivier Mark, Präsident des Zentralvorstandes JardinSuisse, die Bedeutung des Erreichten. Es gebe in der Grünen Branche mit ihren 20 000 Beschäftigten nur wenige, die sich eidg. dipl. Gärtnermeister nennen dürften. Mark plädierte mit einem bildhaften Vergleich dafür, nun andere Menschen mit der eigenen Freude am Beruf und am Lernen anzustecken. Statt die Mühen in den Vordergrund zu stellen, empfahl er, mit Enthusiasmus vom Ziel und vom Erfolg zu schwärmen. Mark gratulierte den jungen Gärtnermeistern und der jungen Gärtnermeisterin zur bestandenen Prüfung und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, sie irgendwann im Rahmen eines Engagements für JardinSuisse wiederzusehen.

 

Eine wertvolle, bereichernde Zeit

Wer zu einer Gärtnermeisterprüfung antritt, hat einen langen Weiterbildungsweg hinter sich, der über mehrere Etappen führt. Zu nennen sind zum Beispiel Modulabschlussprüfungen, die Berufsprüfung und die Teilprüfung zu den Höheren Fachprüfungen. Ihm sei ein Felsen von den Schultern gefallen, als er erfahren habe, das er die Gärtnermeisterprüfung bestanden habe, berichtete Florian Rijsberman aus Wildberg ZH in seiner Diplomfeierrede. Das erste Mal in seinem Schul- und Ausbildungsleben habe er sich richtig stolz gefühlt, etwas erreicht zu haben. Zwar habe die berufsbegleitende Ausbildung Energie gekostet sowie Ausdauer, Disziplin und regelmässiges Lernen abverlangt, sie habe ihm aber auch eine andere Welt mit Perspektiven und neue Netzwerke eröffnet. «Die Kombination von physischer Arbeit und geistiger Förderung hat mein Leben reicher und interessanter gemacht», so Rijsberman. Er sei froh gewesen, im letzten Weiterbildungsabschnitt nach der Bauführerprüfung für einmal keine 800 Pflanzennamen büffeln zu müssen, sondern mehr über die Hintergründe eines Betriebes zu erfahren. Er habe viel gelernt, aber auch Unterschiede zwischen Theorie und Praxis festgestellt. Rijsberman plädierte für einen grösseren Austausch zwischen operierender Praxis und Ausbildnern, der für beide Seiten fruchtbar sein könne. Er rief zu mehr Zusammenarbeit unter den Gärtnern auf und betonte, wie wichtig es sei, das entstandene Netzwerk zu pflegen und zu nutzen. Abschliessend dankte der Redner im Namen aller neuen Gärtnermeister für die geleistete Unterstützung, die ihnen von verschiedensten Seiten zuteil geworden sei.

 

Erfreuliche Zahlen und etwas Statistik

Hintergründe zur 68. Gärtnermeisterprüfung lieferte Martin Luginbühl. Bei der diesjährigen Durchführung habe es sich um die siebten Höheren Fachprüfungen (HFP) der Gärtner auf modularer Basis gehandelt, erläuterte der Präsident der Qualitätssicherungskommis­sion (QSK) von JardinSuisse. Die Hauptprüfung gliederte sich in einen siebenstündigen Teil «Angewandte Aufgaben» und die Diplomarbeit. Für die Diplomarbeit konnten die Kandidaten zwischen einem Gartenprojekt und einer betriebswirtschaftlichen Thematik wählen. Zwei Kandidierende entschieden sich für ein Gartenprojekt. Von den 34 Absolventen der Gärtnermeisterprüfung waren 33 (97,1 %) erfolgreich – ein hervorragendes Resultat. Den besten Notendurchschnitt erzielte Dominic von Gunten aus Grosshöchstetten mit 5,1. Die neuen Gärtnermeister mitgezählt, wurden seit 1942 insgesamt 1610 Diplome vergeben, wobei die durchschnittliche Erfolgsquote über den gesamten Zeitraum (1942 bis 2017) betrachtet bei 76,6% liegt.

 

Luginbühl beglückwünschte die Absolventen und die Absolventin im Namen der QSK und der 19 Experten zu ihren Leistungen und gratulierte herzlich zum Erfolg. Er bedankte sich bei den Experten, die unter der Leitung von Obmann Markus Müller die Prüfungsaufgaben erarbeitet und korrigiert, die Diplomarbeiten bewertet und die Fachgespräche geführt hatten. Sein Dank galt ebenfalls allen Schul- und Kursleitern sowie den zahlreichen Instruktoren und Lehrern, die sich in der modularen Weiterbildung der Gärtnerberufe engagieren. Es folgte sodann der Höhepunkt des Abends: Unter Applaus durften die erfolgreichen Absolventen der HFP-Haupt-prüfung 2017 ihre verdienten Diplome entgegennehmen, die Martin Luginbühl und Barbara Jenni, Vizepräsidentin des Zentralvorstandes von JardinSuisse und Präsidentin des Berufsbildungsrates, überreichten.

Text und Bilder: Claudia-Regina Sigg, Redaktion
 

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