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Dienstag, 30. Juli 2019

Schweiz bewilligt Sprühdronen - ein Novum in Europa

Drohne auf dem Prüfstand für die Messung der Querverteilung. Foto: Thomas Anken, Agroscope
 
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Die Schweiz ermöglicht das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln mittels Sprühdronen. Als erstes Land in Europa hat sie einen Prozess für die entsprechende Bewilligung eingeführt. Damit wird der abdriftarmen Alternative zu Helikoptersprühflügen der Weg in die Praxis geöffnet.

 

Drohnen werden in der Schweiz bereits auf vielfältige Weise eingesetzt, zum Beispiel für Aufnahmen aus der Luft oder zum Ausbringen von Trichogramma-Schlupfwespen in der Landwirtschaft. Nun haben fünf Bundesstellen gemeinsam mit Agroscope ein Bewilligungsverfahren für Sprühdrohnen entwickelt. Beantragt wurde die Bewilligung die Firma Agrofly. Im Vergleich zu herkömmlichen Luftfahrzeugen ermögliche es die heutige Drohnentechnologie, in geringer Höhe, sehr präzise und automatisch gesteuert über einem Pflanzenbestand zu fliegen, schreibt Agroscope in einer Mitteilung. Der nach unten gerichtete Luftstrom der eingesetzten Multikopter sorge für eine geringe Abdrift. Verschiedene Messungen im Weinbau hätten gezeigt, dass diese geringer ist als bei üblichen Gebläsespritzen. Um eine präzise Anwendung garantieren zu können, müssen die Drohnen laut Agroscope automatisch eine vorgegebene Flugroute mit max. 50 cm Abweichung abfliegen können. Die Abdrift darf dabei einen für jeden Drohnentyp festgelegten Grenzwert nicht überschreiten. Zugelassene Drohnen müssen künftig – wie alle anderen Spritzgeräte – alle drei Jahre einen Spritzentest absolvieren. 

crs
 

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