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dergartenbau - Heft Nr. 05/2019
Dienstag, 26. Februar 2019

Plätze zum Leben und Träumen

Jeder Lieblingsort hat seinen ganz persönlichen Charakter und verbindet sich idealerweise harmonisch mit der Umgebung.
 
Besucherinfos

 

Datum: 13. bis 17. März 2019

Ort: Messe Zürich
Wallisellenstrasse 49, Zürich

Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag 9 bis 20 Uhr, Freitag 9 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 18 Uhr

Eintrittspreise: Tageskarte
Fr. 35.–, Abendkarte Fr. 19.– ; 20  % Rabatt auf den Eintritt bei An-/Rückreise mit dem ÖV (Rail-
Away-Kombi, www.sbb.ch/giardina)

Onlinetickets: www.giardina.ch

Bewertung: 
Die 21. Ausgabe der Giardina in Zürich verspricht spannende Kontraste. Zum einen werden begeisternde Ideen für individuell gestaltete Wohnräume und Rückzugsorte im Freien zu sehen sein – entworfen von führenden Gartendesignern und Newcomern. Zum andern veranschaulichen zwei visionäre Projekte, wie innovative technische Lösungen die Planung und Gestaltung von Gärten beeinflussen vor.

 

Das sich ändernde Klima gibt Gärten im Alltag eine grössere Bedeutung. Je wärmer und trockener das Wetter, umso stärker ist der Wunsch der Menschen, sich im Freien aufzuhalten. Wer kann, entspannt im eigenen Garten, an dem Ort, der als stimmig empfunden wird: Das ist der Lieblingsplatz. Er kann ein Ort der Ruhe und Musse sein. Vielleicht lädt er auch zum gemütlichen Zusammensitzen ein. Oder er ermöglicht eine Freizeitaktivität. Wie solche auf die individuellen Bedürfnisse der Gartenbesitzer und -besitzerinnen abgestimmte Wohlfühlorte aussehen können, wird die Giardina 2019 zeigen. Die Indoor-Gartenveranstaltung, die rund 30 000 m2 Fläche belegt, findet vom 13. bis 17. März in Zürich statt. Eines der beiden Leitthemen 2019 ist «Lieblingsplätze im Freien». Wir verraten erste Details zu den angekündigten Schaugärten.

 

Zum zweiten Mal dabei

Nach ihrer ersten, mit einem Bronze-Award in der Kategorie Ideengärten prämierten Teilnahme im vergangenen Jahr, doppelt das Team rund um Fabian Meier (F Design Landscape AG, Bubendorf) in diesem Jahr mit einem 240 m2 grossen Schaugarten nach. Zwei Gebäude werden von einem schön gestalteten Garten umgeben sein, der Wasser und technische Finessen wie Bewässerung, Beleuchtung und Rasenroboter enthält. Als Highlight soll eine schwimmende Bibliothek den Aussen- mit dem Innenraum verbinden. Das Ensemble wird drei individuelle Lieblingsplätze aufweisen. Der Gartengestalter, der hohen Wert auf Ästhetik und Design legt, betont: «Bei der Planung solcher Plätze muss beachtet werden, dass ein Zusammenspiel zwischen Design und den Bedürfnissen des Kunden entsteht».

 

Gartist, das vier Jahre junge Gartenbauunternehmen aus Bubikon, nimmt nach seiner erfolgreichen Premiere (Silber Award, Kategorie Ideengärten) von letztem Jahr ebenfalls zum zweiten Mal an der Giardina teil. «Wir konnten uns mit der ersten Teilnahme bekannt machen und es gelang uns, gezielt Aufträge für das zu akquirieren, was wir gerne machen», berichtet Joel Kunz. Er und sein Team verstehen sich als Pflanzenspezialisten mit Hang zum gestalterisch Speziellen und Individuellen, von modern bis verwunschen, aber immer «mit dem gewissen Etwas». An der Giardina 2019 will der Gestalter auf 70 m2 seine Kompetenz in Grün herausstreichen: Das sind Pflanzensysteme bzw. standortgerecht gewählte Stauden- und Gehölzkombinationen, die ästhetisch überzeugen und langfristig funktionieren. Kunz spricht hierbei auch von stressoptimierten Pflanzungen. Er sagt: «Ein Garten soll grün sein» und siedelt sein Wirken zwischen klassischem Naturgarten und Designergärten an. Moderne Gärten, nachhaltig gestaltet, sind sein Ding. Geplante Natur mit möglichst vielen einheimischen Pflanzen, wo es – wenn gestalterisch erwünscht und sinnvoll – auch Platz für fremdländische Gewächse gibt. Mit seinem Ausstellungsbeitrag «Pflanzenträume» wird Gartist ein grünes Wohnzimmer zeigen. Es besteht aus von Hecken gebildeten Wänden, einem Dach aus Bäumen, einer schlichten, selbst entwickelten Sitznische und enthält eine besondere Leuchte. Der Gestalter will mit einer saisongerechten Bepflanzung punkten und einen Ort schaffen, «wo man die Seele baumeln lassen kann».

 

Exklusiver Japangarten

Bereits zum dritten Mal nimmt der deutsche Gartengestalter Reinhold Borsch aus Kempen an der Giardina teil. Er hat sich mit exklusiven Japangärten international einen Namen gemacht (siehe Artikel in dieser Ausgabe). In Zürich werde der mehrfache Gewinner des renommierten Giardina Awards mit seinem westlich interpretierten, 400 m2 grossen Japangarten ein besonderes Highlight bieten, wie die Veranstalter in Aussicht stellen. Borsch bestätigt, dass der diesjährige Auftritt noch spektakulärer ausfallen wird als die beiden bisherigen. Die Anlage wird einen 150 m2 grossen Koi-Teich, einen über 100 Jahre alten Bonsaibaum und ein paar hundert Bodendecker und Bäume im Wert eines Eigenheimes enthalten. Das Publikum soll eine moderne Gestaltung vorfinden, die mit vollendeter Ästhetik besticht. 

 

Natur-Traumgarten  

«Viele Kunden sehnen sich nach einer verwunschenen Oase, die ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt», weiss Peter Richard von Winkler Richard Naturgärten, Wängi. Der Naturgartengestalter setzt anlässlich seiner 20. Giardina-Teilnahme und passend zum Leitthema «Lieblingsplätze im Freien» seinen persönlichen Traumgarten um. Dieser wird von einheimischen Wildstauden und Gehölzen geprägt sein, darunter in Blüte stehende Zierkirschen sowie eine kleine Baumgruppe mit filigranen Birken, unterpflanzt mit Stauden und Frühlingsblühern. An Lieblingsplätzen sind ein Naschgarten, eine Feuerstelle, ein Badegarten mit Holzdeck sowie eine Dschungel-Dusche vorgesehen. Auch soll es eine «Folly» geben, eine Narretei, in Form einer zeitgenössisch interpretierten Grotte.

 

Unübersehbare Elemente

Für den Schaugarten von JardinSuisse zeichnet die Schmid  &  Partner Gartenbau AG, Hindelbank, verantwortlich. Sie realisiert einen öffentlichen Lieblingsplatz, der von immergrünen Kleingehölzen blickdicht abgeschirmt ist. Grosse, vom Betrieb konstruierte Holzbögen weisen den Weg durch die Installation. Das Konzept von «séduction verte – verführt ins Grüne» wurde von Inhaber Philipp Schmid, dem stellvertretenden Geschäftsführer Michael Stürchler und dem Leiter der Abteilung Unterhalt Patrick Gertsch entworfen. Der Garten will das Messepublikum anlocken und zum Verweilen anregen. Die in Violett, Blau- und Weisstönen gehaltene Bepflanzung mit Akzenten in Orange besteht aus in der Schweiz produzierten Pflanzen. 

 

Verschiedene Projekte bedienen auch das zweite Leitthema der diesjährigen Giardina, das sich der «Technik im Garten» widmet. So stellt der zusammen mit Partnern umgesetzte Beitrag der Stobag AG, Muri, zusätzlich zu unterschiedlichen Lieblingsplätzen – von der Esssituation über die Leseecke und der Outdoorfitness bis hin zum Pool – technische Möglichkeiten der Beschattung und Beleuchtung vor, mit denen sich die Aufenthaltsqualität im Garten steigern lässt. Einen ausgeklügelten Einsatz von Technik lässt auch Berger Gartenbau, Kilchberg, erwarten. Das Unternehmen hat einen stimmungsvollen Nachtgarten mit ausgefallenem Beleuchtungskonzept angekündigt. Teil des Projekts sind ein speziell angefertigter, funkelnder LED-Sternenhimmel, ein Mini-Sprudelpool, diverse Ecken mit Lounges von Livingdreams, ein blühender Staudenteppich sowie Zierkirschen. Berger, bekannt für trendige Lifestylegärten, erhielt schon zehnmal einen Award für seine überraschenden Beiträge.

 

Private Energiegewinnung und Netzunabhängigkeit werden im Zentrum des visionären Projekts «Solutions for Living» von Rolf von Burg Gartenarchitektur & Design, Feusisberg, stehen. Der Gestalter zeigt an der Giardina ein Haus und einen Gartenteil im 1:1-Format, die beide über eine 100 m2 grosse Dachterrasse mit Strom versorgt werden. «Der Garten wird ins Haus geholt und die Natur ist Teil des Wohnens – die perfekte Symbiose zwischen Inside und Outside und der Inbegriff von Nachhaltigkeit», schreiben die Messeveranstalter. 

 

«Die Besucher werden den Garten selbst nicht betreten können, sondern diesen aus dem Haus blickend aus verschiedenen Perspektiven erleben», präzisiert der Gestalter. Er ist überzeugt: «Stromerzeugende Quellen für den Garten haben noch wenig Beachtung, werden aber in Zukunft unabdingbar sein.»

 

Grüne Branche wird digital

Welche neuen Wege die Digitalisierung für das Planen, Bauen und Beleben von Gärten eröffnet, wird im 220 m2 gros-sen, interaktiven Garten von «The Visionaries» veranschaulicht. Mit «Digital Natur» präsentiert der branchenübergreifende Verein, dem 18 Unternehmen angehören, was mit heutigem Stand der Technik bereits alles möglich ist. . |

Text: Claudia-Regina Sigg, Redaktion
 

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