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dergartenbau - Heft Nr. 02/2019
Dienstag, 15. Januar 2019

Lernen am realen Projekt

Die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei Biel begutachten die Detailplanung des Projektes «Bienenpark».
 
Offizielle Anerkennung

Die Neuanerkennungsphase des Bildungsganges Technik HF Bauführung Vertiefung Garten- und Landschaftsbau der Kantonalen Gartenbauschule Oeschberg (GSO) ist abgeschlossen. Das Staatssekretariat für Bildung erteilte der Höheren Fachschule für Techniker an der Gartenbauschule Oeschberg vor Kurzem die offizielle Anerkennung. Neu bietet die Gartenbauschule Grangeneuve ebenfalls ein Vollzeitstudium auf Stufe HF in französischer Sprache an. Sie steht im Austausch mit der Gartenbauschule Oeschberg.  wab.

Bewertung: 
Wie gestaltet sich der Studienalltag an der Höheren Fachschule (HF) für Techniker der Gartenbauschule Oeschberg (GSO) in Koppigen? Einen Einblick bietet das Grünflächenpflegeprojekt Friedhof Bözingen-Biel, das die Studenten am Ende des zweiten Semesters von der Erstbegehung bis zur Ausführungsreife bearbeiteten und dem Auftraggeber präsentierten.

Drei Ordner voller Pläne, Dokumentationen und Pflegeanleitungen konnte Sacha Felber, Stadtgärtnerei Biel, an der Präsentation von den drei Teams der Technikerklasse 2018/2020 in Empfang nehmen. Das ist bereits das vierte Realprojekt, das er stellt und die Studierenden gemeinsam mit Michael Flühmann, dem Leiter der HF, begleitet. Dieser Praxisbezug sei der Schlüssel für die spätere Arbeit, betonte Markus Spiegel, Leiter der GSO, im Rahmen der Projektpräsentation. 

 

Nach der Erstbegehung, der Geländeaufnahme und dem Ist-Soll-Abgleich erarbeiteten die 12 Studenten in Dreierteams einen Pflegeübersichtsplan mit CAD-Vectorworks für den gesamten Friedhof. Darin enthalten ist der Zeit- und Kostenaufwand der einzelnen Pflegemassnahmen. Eingeflossen sind die Wünsche des Auftraggebers, der sich Impulse für die Modernisierung, Extensivierung und Kostenoptimierung versprach. Ihre Ideen für die zeitgemässe Gestaltung und Bewirtschaftung des Friedhofs im aufstrebenden Bieler Quartier Bözingen präsentierten die Studenten in Vorträgen mit Powerpoint-Folien. Ein Team integriert einen Bienenpark. Das Kindergrab in Blütenform korrespondiert damit. Staudenhecken und -mischpflanzungen beleben die Anlage und sind Nektarquellen. Durch denselben Zeitpunkt für den Rückschnitt wird zudem der Unterhalt vereinfacht. Auf Pflanzenschutzmittel soll verzichtet werden. Insekten- und schmetterlingsfreundliche Pflanzen in Wiesentuffs und Blumenwiesen halten Einzug auf dem Friedhof im Vorschlag eines weiteren Teams. Dabei soll auch der Boden als wertvolles Kapital für Bodenbrüter genutzt werden. Ein anderes Projekt richtet das Augenmerk auf den über 120 Jahre alten Baumbestand. Der Wurzelraum wird durch Einsaaten mit schattenverträglichen Mischungen geschützt. 

 

Die Ausstellung liess ein zum Stand Ende des 2. Semesters beachtliches Niveau der Plandarstellungen erkennen. Dies erklärt sich zum Teil durch die Vorkenntnisse. Schliesslich gehören ein Vermessungs-, ein Landschaftsbauzeichner und ein talentierter Hobbymaler zum Kreis der aus der ganzen Deutschschweiz stammenden Studenten. «Eine begeisterte Klasse», lobte Michael Flühmann.      |

Text und Bilder: Waltraud Aberle, Redaktion
 

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