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Mittwoch, 7. August 2019

Freiwilliger Torfausstieg: ehrgeiziges Ziel bis 2030

Im Fachhandel sind torffreie Substrate stark im Kommen. Auch die Produzenten wollen ihren Torfverbrauch deutlich reduzieren. Bild: crs
 
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Um den Einsatz von Torf in der Schweiz zu vermindern, haben Vertreterinnen und Vertreter des produzierenden Gartenbaus, des Gartenhandels und der Erdenhersteller eine Absichtserklärung unterschrieben. Sie verpflichten sich freiwillig, bis 2030 den Torfanteil in der Produktion von Pflanzen auf 5 Prozent zu vermindern.

Wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gestern mitteilte, sieht die Absichterklärung vor, den Torfanteil in der Produktion und im Angebot von Beet- und Balkonpflanzen, Zimmerpflanzen, Stauden und Ziergehölzen bis 2025 auf maximal 50 Prozent und bis 2030 auf maximal 5 Prozent zu vermindern. Erreicht werden soll dies durch den schrittweisen Ersatz von Torf bei der Herstellung von Erdsubstraten und durch den Verzicht auf den Verkauf von Pflanzen, die mit Hilfe von Torf angebaut werden. Dies ist die zweite Absichtserklärung: Bereits im Sommer 2017 hatten sich die Marktteilnehmer dazu verpflichtet, bis 2020 den Torfanteil in Sackerden freiwillig auf maximal 5 Prozent zu vermindern.

Bei der Umstellung der Kulturen auf torffreie und torfreduzierte Substrate wird die Produktion durch das BAFU unterstützt. Seit 2017 läuft ein dreijähriges Pilotprojekt mit zehn Gärtnereien unter fachlicher Begleitung von JardinSuisse und des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL. Am Substratforum 2019 vom 17. Oktober 2019 in Wädenswil werden Ideen zum sinnvollen Verzicht auf Torf vorgestellt.

crs
 

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