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dergartenbau - Heft Nr. 16/2018
Dienstag, 7. August 2018

«Baobab und Bonobo – Faszination Afrika»

Als Gewinner des Wettbewerbs ging der Planungsentwurf «Heart’s Desire – Herzenswunsch» der türkischen Studentin Gulustan Akar sowie der beiden deutschen Studierenden Eva-Maria Huber und Tobias Gall hervor.
 
Saisonale Gärten auf der Insel Mainau

Die Saisonalen Gärten werden im Jahr 2018 bereits zum 16. Mal auf der Insel Mainau realisiert. Die fünf jeweils rund 100 m2 grossen Anlagen sind noch bis Mitte Oktober 2018 geöffnet. Weitere Informationen im Internet unter www.mainau.de.

Bewertung: 
Die Gestaltungsideen der «Saisonalen Gärten» überraschen die Besucherinnen und Besucher der Insel Mainau immer wieder aufs Neue. Im Jahr 2018 wurden die verschiedenen Gartenentwürfe von Studierenden der Landschaftsarchitektur in Bezug auf das Motto «Baobab und Bonobo – Faszination Afrika» interpretiert.

 

Anfang November 2017 trafen sich zwölf Studierende der Landschaftsarchitektur der türkischen Universität Ankara und 23 Studierende des gleichen Studienfachs der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) auf der Insel Mainau zu einem kreativen Entwurfsworkshop. Knappe zwei Tage lang hatten sie Zeit, um in gemischten türkisch-deutschen Teams ihre Entwürfe zum Thema «Black and White» zu erarbeiten. «Die Saisonalen Gärten sollen unsere Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken bringen und manchmal durchaus provokant sein», erklärt Gartenplaner und Projektleiter Matthias Wagner von der Insel Mainau. Dazu passe auch der Titel, der auf Gegensätze abziele, ob in der Landschaft oder auch in der Gesellschaft Afrikas. Am Ende des Wettbewerbs wurden fünf Gartenentwürfe ausgewählt.

 

Für die praktische Umsetzung der Gartenentwürfe sorgten Auszubildende aus Garten- und Landschaftsbaubetrieben (GaLaBau) der Regionen Hochrhein-Bodensee und Bodensee-Oberschwaben unter Einbindung des GaLaBau-Berufsverbandes Baden-Württemberg. Einige der deutschen und türkischen Studierenden waren ebenfalls vor Ort und begleiteten tatkräftig die Umsetzung ihrer Ideen und Konzepte.

 

Der «Herzenswunsch» gewinnt

Als Gewinner des Wettbewerbs ging der Planungsentwurf «Heart’s Desire – Herzenswunsch» der türkischen Studentin Gulustan Akar sowie der beiden deutschen Studierenden Eva-Maria Huber und Tobias Gall hervor. Die Siegeridee greift das Thema der heutigen konfliktreichen Welt auf. Viele Millionen Menschen sind auf der Flucht und auf der Suche nach einem Paradies. Ein steinerner Pfad umgibt ein buntes, blühendes Herz im Innern des Gartens. Dieses Herz, der Garten Eden, ist greifbar nah, aber unmöglich zu erreichen. 

 

«Tanzender Wald» und «Vodoo»

Die Zweitplatzierten Muhammed Fatih Yenen, Martina Bauer und Stefan König haben ihren Garten unter dem Motto «Dancing Deadwood – der tanzende, abgestorbene Wald» geplant. Selbst aus einem trostlosen Ort wird ein Raum voller Freude. Tote, abgestorbene Bäume und Sträucher werden durch bunte afrikanische Tücher zu neuem Leben erweckt. Wunschzettel in den Bäumen verstärken die Inspiration. Entstanden ist ein lebendiger, fröhlicher, «tanzendender» Wald. 

 

Der Entwurf «Voodoo» von Tugba Irem Oklu, Christin Laqua und David Fischer belegt den dritten Platz. Die Studierenden zeigen in ihren Planungen einen Garten, der erst auf den zweiten Blick sein wahres Voodoo-Gesicht offenbart. Zunächst sieht alles nach einem schönen Gräsergarten mit diversen Pflanzen und Höhenstaffelungen aus. Erst beim zweiten Blick, beim Blick zurück, erkennt man das Schreckgespenst, das sich dahinter verbirgt.

 

Schattenspiel und landschaftliche

Gegensätze

Darüber hinaus gab es zwei Ankäufe, die neben den drei Erstplatzierten realisiert wurden. Der Garten «Every light is creating a shadow – Jedes Licht formt seinen eigenen Schatten» wird durch unterschiedliche Schattenwürfe geprägt. Kevser Sena Ceylan, Andreas Niesl und Nils Nordsiek hatten die Idee zu diesem Garten.

 

Der Entwurf von Merve Gulhan, Maximilian Beck und Marc Weisshaar wurde als zweiter Ankauf gewürdigt. Das Thema «The dry Jungle – End of the Beginning» verdeutlicht die landschaftlichen Gegensätze und Bandbreite des Lebens in Afrika, von der Trockenheit bis zum üppigen, dschungelartigen Wachstum.

Text: Pressetext/og Bilder: Karl H. C. Ludwig, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU), Nürtingen
 

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