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Montag, 13. November 2017

Über 30 000 unterzeichneten die Petition der Gartenbauschule Hünibach (GSH)

Stellvertretend für die derzeit 52 Lernenden präsentierten Lernende der GSH die 30000 Unterschriften der Petition. Bild: GSH
 
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Am Donnerstag, 16. November 2017 übergeben Lernende und Mitarbeitende der GSH vor dem Berner Rathaus die gesammelten Unterschriften an Grossratspräsidentin Ursula Zybach. Mehr als 30 000 Menschen haben unterschrieben und fordern vom Grossen Rat die Rettung und Weiterführung der auf Bio ausgerichteten Lehrwerkstätte im Berner Oberland. Der Regierungsrat besteht auf der Durchsetzung der Sparmassnahme. Die dringliche Finanzmotion wurde Anfang November abgelehnt.

Seit Mitte Juli hat die GSH Unterschriften für ihre Rettung gesammelt, nachdem der Regierungsrat des Kantons Bern Ende Juni bekannt gegeben hatte, dass die GSH den Sparmassnahmen zum Opfer fallen soll. Der Kanton unterstützt die GSH mit zwei Millionen Franken pro Jahr. Dieser Beitrag soll nun als Teil des Entlastungspakets 2018 gestrichen werden. Das bedeutet das Aus für die traditionsreiche Schule und Lehrwerkstätte und einzige Bio-Schule der Schweiz. Betroffen sind 50 Ausbildungsplätze und 50 Mitarbeitende (30 Vollzeitstellen).

In seiner Begründung für die Ablehnung der Finanzmotion Anfang November hält der Regierungsrat fest, dass duale Betriebe bio-interessierte Lernende ausbilden könnte. Wie Direktorin Marianna Serena in der Medienmitteilung festhält gibt es «im Kanton Bern keine biologisch zertifizierte Gärtnerei, die noch Lehrstellen anbietet.» Es sei unverständlich, dass der Kanton Bern die einzige Ausbildungsstätte für biologisches und bio-dynamisches Gärtnern in der Schweiz wegsparen wolle – und das vor dem Hintergrund der Bio-Offensive 2020, stetig steigendem Absatz von Bio-Pflanzen (nicht nur beim Gemüse) und des immer lauter werdenden Rufs nach Verzicht auf Pestizide im Gartenbau.
Den Argumenten des Regierungsrates der mangelnden Auslalstung und hält Direktorin Marianna Serena entgegen: «Seit 2015 bieten wir im Rahmen der strategischen Neuausrichtung zusätzliche Fachrichtungen an. Seit damals konnten wir stets alle 45 vom Kanton geforderten Lehrstellen besetzen. Aktuell sind sogar 52 von 54 möglichen Ausbildungsplätzen besetzt.»

pt/wab
 

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