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dergartenbau - Heft Nr. 03/2017
Dienstag, 31. Januar 2017

Zürcher Blumenbörse vor Führungswechsel

Christian Zulauf (links), Präsident der Zürcher Blumenbörse Genossenschaft, dankt dem Geschäftsführer Beat Thomann für sein engagiertes Wirken.
 
Zürcher Blumenbörse – Zahlen und Fakten

• Standort: seit Dezember 2008 in Wangen bei Dübendorf

• Fläche Grossmarkt: 35 000 m2

• Anzahl Mitarbeitende: 65

• Integrierte Shops: 5 (Agrotropic, Schnittflor, E.C. Fischer, Beck, Schlittler)

• Sortiment: Schnittblumen, Topfpflanzen, Baumschulware, Saisonpflanzen, Floristikzubehör, Deko / Gefässe, Gärtnerbedarf

• Anteil CH-Pflanzen: zwischen 70 und 75 % (Outdoorbereich, Saison­flor) und 30 % (Schnittblumen)

• Genossenschafter: 48
• Lieferanten: über 200

• Regelmässige Kunden: ca. 2500

Bewertung: 
Das Ende einer Ära zeichnet sich ab. Beat Thomann, erfolgreicher Geschäftsführer der Zürcher Blumenbörse seit 2005, geht Ende Jahr in Pension. Jetzt wird auf November 2017 ein Nachfolger gesucht, der die eingeschlagene Wachstumsstrategie fortsetzt. Im Rahmen der Anfang Jahr neu geschaffenen Geschäftsleitung werden diesem Karin Herzog und Pascal Speck zur Seite stehen.

 

Sinn und Zweck der neu eingesetzten Geschäftsleitung der Zürcher Blumenbörse ist es, die Geschäftsführung mit mehreren Personen breiter abzustützen und so ein allfälliges Risiko zu minimieren. Dem Gremium gehören aktuell neben Geschäftsführer Beat Thomann der Verkaufsleiter Pascal Speck und die Leiterin Finanzen Karin Herzog an. Anlässlich eines Treffens im Dezember 2016 wurden die schweizerischen Fachmedien über die anstehenden Veränderungen informiert. Als Nachfolger für den Ende Jahr in Pension gehenden Beat Thomann werde eine Person mit offenem Horizont gesucht, betonte Christian Zulauf, Präsident der Zürcher Blumenbörse Genossenschaft. Diese könne auch von ausserhalb der Branche kommen, denn: «Wir haben Ideen für neue Geschäftsfelder und wollen nicht stehen bleiben.» Das Grundstück biete Baureserven. Der Geschäftsführer werde auch künftig für die Verwaltung der gesamten Immobilie zuständig sein, die vollumfänglich der Genossenschaft gehört.

 

Tieferer Energieverbrauch

Das Erfolgsrezept des Blumenmarktes in Wangen sei der Wettbewerb, erklärte Thomann: «Seit wir Ende 2008 von Oberengstringen hierhergezogen sind, hat keiner der Marktpartner aufgegeben, einer ist sogar dazugekommen.» Der Standort habe sich als richtig erwiesen. Die Zürcher Blumenbörse sei bemüht, den Energieverbrauch der Verkaufsanlage möglichst tief zu halten. Daher habe man z. B. in den Kühlräumen Halogenlampen durch LED-Leuchten (82 % Stromeinsparung) und in den Verkaufsgewächshäusern 1622 Neonröhren durch LED-Leuchten (50 % Stromeinsparung) ersetzt. «Durch die Kostenreduktion lässt sich die Investition in etwa vier Jahren ausgleichen», rechnete Thomann vor. Das ganze Gebäude werde mit erneuerbarer Energie beheizt, erläuterte Zulauf. Weil das Contracting für die Grundwasser-Wärmepumpanlage in diesem Jahr ausläuft, werde die Zürcher Blumenbörse die Heizung übernehmen und künftig selbst betreiben. 

 

Markante Verbesserung des Kundendienstes

Laut dem Geschäftsführer legt die Zürcher Blumenbörse viel Wert auf eine grosse Sortimentsbreite und -tiefe sowie einen guten Kundendienst. «Wir wollen die kundenfreundlichste Blumenbörse sein», hielt Thomann fest und wies darauf hin, dass deshalb der Kundendienst ab März ausgebaut werde. Künftig wird der Telefonservice von 5 bis 18 Uhr (bisher 15 Uhr) erreichbar sein. Im Weiteren hat die Blumenbörse zusammen mit Fleurop ein Projekt gestartet, das den rund 350 Fleurop-Mitgliedern ein ausgewähltes Dekoartikelsortiment verfügbar macht, das sich bequem über den Fleurop-Webshop bestellen lässt.

 

Lob und Anerkennung der Verdienste

«Die Leistungsbilanz von Beat Thomann ist ausserordentlich positiv», betonte der Präsident der Zürcher Blumenbörse Genossenschaft. Der Geschäftsführer habe es fertiggebracht, die Attraktivität der Zürcher Blumenbörse durch Kundennähe weiter zu steigern und die Schwierigkeiten im Preiszerfall durch mehr Ausstoss wettzumachen. Zudem sei es ihm gelungen, für wegfallende Produktionsbetriebe neue Genossenschafter zu rekrutieren. Zulauf bezeichnete das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 als zufriedenstellend und zumindest mit dem Vorjahr vergleichbar. Er schloss mit den Worten: «Ich bin nicht erfreut, dass Beat Thomann Ende 2017 in Rente geht, aber zuversichtlich, dass wir einen guten Nachfolger finden werden.»

Text und Bild: C.-R. Sigg, claudiaregina.sigg@dergartenbau.ch
 

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