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dergartenbau - Heft Nr. 08/2017
Dienstag, 11. April 2017

Innovative neue Hightechanlage zur Produktion von Rasendüngern

Ein Riesending: die komplexe Granutec-Anlage zur Herstellung von staubfreien mineralischen Düngergranulaten.
 
Bewertung: 
Seit Anfang Jahr stellt die Hauert HBG Dünger AG mittels einer neuen Granulierungstechnologie staubfreie mineralische Rasendünger her. Die homogenen Granulate zeichnen sich durch rundliche Körner mit ausgezeichneter Riesel- und Fliessfähigkeit aus. Produziert wird diese neueste Generation Dünger am Standort Suberg BE. Dort hat das Unternehmen kräftig in die innovative Pilotanlage investiert.

 

Ein durchdringender Alarm schrillt los. Dann lärmt ein zweiter und gleich darauf ein dritter. Nun setzt ein Rattern und Scheppern ein, ein Stampfen und Poltern, ein Knallen und Zischen. Der Boden vibriert. Das Ungetüm erwacht.  

 

Staubfreie mineralische Granulate

Nicole Hürzeler, Verfahrensingenieurin bei der Hauert HBG Dünger AG, sitzt konzentriert vor dem Bildschirm. Sie hat soeben die Granutec Swiss Gra­nules angefahren. Diese Anlage ist ein Novum in der Düngerindustrie. Wer vor ihr steht, ist von den Dimensionen – 40 m lang, 11 m hoch und 10 m breit – beeindruckt. Und erst recht von der Geräuschkulisse, aber vor allem auch von dem, was sie von sich gibt: sorgfältig aufgebaute mineralische Düngerkörner in perfekter Granulierungsqualität. Durch die rundliche Kornform entsteht, anders als beim herkömmlichen gebrochenen Splittergranulat, kein Abrieb. Das ermöglicht eine staubfreie maschinelle Düngerausbringung mit homogenem Streubild, wie sie Hauert bei organischen und organisch-mineralischen Düngern bereits seit zehn Jahren ermöglicht (Sphero-Granulate). Und wie sie von Personen, die für den Unterhalt grosser Sportrasenflächen zuständig sind, gewünscht wird.

 

Komplexes Herstellungsverfahren

«Schon vor 50 Jahren wurde an einem Granulierungsverfahren für vollmineralische Dünger getüftelt», erzählt Andrea Neuenschwander, Leiterin Marketing und Verkauf bei Hauert. Das Vorhaben scheiterte damals am diffizilen Trocknungsprozess. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten lassen sich die Körner nun aber in einem aufwendigen Verfahren in gewünschter Grösse herstellen, trocknen, härten und entkrümeln. Die energetisch und ökologisch optimierte Anlage wurde in einer bestehenden Halle (ehemaliges Pflichtlager zur Sicherstellung der Landesversorgung mit Dünger) aufgebaut. Sie umfasst verschiedene Komponenten, darunter Mahlwerk, Waagen, Vor- und Intensivmischer, Wirbelschicht- trockner, Sieb, diverse Filter und einen Steuercontainer. Sämtliche Prozesse sind so ausgelegt, dass keine Verluste von Rohstoffen entstehen. 

 

Produktionskapazitäten ausgeweitet

Gegenwärtig werden auf der neuen Granutec-Anlage ausschliesslich die Produkte der Geistlich-Expert-Rasendüngerlinie produziert. «Jedes Rezept muss einzeln getestet, eingestellt und optimiert werden», erklärt Hürzeler. «Das ist nicht ganz einfach.» Noch steckt man in der Inbetriebnahmephase. Ab Ende Jahr soll es allerdings möglich sein, die Anlage im Normalbetrieb mit ein bis zwei Personen zu fahren, fünf Tage pro Woche und in der Saison in zwei Schichten. In das neue Herstellungsverfahren hat die Firma Hauert einen einstelligen  Millionenbetrag investiert. Die Innovation bringt dem Unternehmen die benötigte Kapazitätserhöhung.

Text und Bild: Claudia-Regina Sigg, claudiaregina.sigg@dergartenbau.ch
 

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